Organisationsentwicklung für das Recruiting

09.10.2017

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Es gibt viele gute Gründe, Recruiting-Aufgaben aus dem generalistischen Aufgabenspektrum von HR-Business Partnern/ Personalreferenten herauszunehmen und in einer eigenen Organisationseinheit zu konzentrieren. 

So lässt sich z. B. das notwendige Spezialwissen in der sich ständig verändernden Recruiting-Welt leichter auf- und ausbauen. Bewerber wie Fachbereiche haben eine zentrale Anlaufstelle. Prozesse lassen sich zumindest teilweise standardisieren, Schleifen vermeiden und Abläufe beschleunigen. 

Eine Verschiebung von Aufgaben in eine andere Organisationseinheit ist jedoch ein Change-Prozess, der gut vorbereitet und begleitet sein will. Denn neben rein organisatorischen Dingen spielen hier auch Emotionen und Befindlichkeiten hinein. Das betrifft insbesondere die "abgebenden" Bereiche. Sie verlieren mit dem Recruiting eine sehr interessante und positiv besetzte Aufgabe, der je nach Unternehmen oder betreutem Fachbereich einen großen Teil der täglichen Aufgaben ausmachen kann. Fällt diese Aufgabe weg, entsteht so eine Lücke, die besetzt werden muss. Verharrungstendenzen bis hin zu Widerstand sind oft die Folge. Das kann dann auch zu Konflikten mit und Problemen in den neu aufgebauten Recruiting-Bereichen führen. Zumal auch diese ihre Rollen, Aufgaben, Prozesse und ihr Miteinander erst einmal finden und definieren müssen. 

Einer unserer Auftraggeber, ein bekanntes Versicherungsunternehmen, befindet sich genau in dieser Situation und hat uns als Experten für Organisations- und Personalentwicklung im Recruiting hinzugezogen. Als externe Berater können wir zwei Dinge leisten:

  • den Change-Prozess begleiten und Lösungen für die organisatorische und emotionale Veränderung gemeinsam mit den HR-Business Partnern und den Recruitern erarbeiten. Als neutrale Instanz haben wir weder Scheuklappen, noch sind wir emotional gefangen. Wir können also moderierend tätig sein und durch unseren Blick über den Tellerrand auch Erfahrungen aus anderen Unternehmen einbringen. 
  • beim organisatorischen Aufbau des neuen Bereiches und der Optimierung der Recruitingprozesse ganz konkret unterstützen. Denn hier besteht nun die Chance, alte Zöpfe abzuschneiden und das Recruiting so in Stellung zu bringen, dass es die Anforderungen der Zukunft gut meistern kann. 

Das Projekt ist vor kurzem mit einem Kick-off-Workshop gestartet, der eine gangbare Rollenverteilung entlang des Recruitingprozesses sowie Arbeitspakete von Technik über Kommunikation bis hin zu Prozessoptimierung als Ergebnis hatte. Wir freuen uns auf die nächsten Schritte.


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